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Artikel: Hormonstörer in der Hautpflege: Was du wissen musst

2 Min. LesezeitBarbara Baarsvon Barbara Baars

Hormonstörer in der Hautpflege: Was du wissen musst

Hast du schon einmal darüber nachgedacht, welche Inhaltsstoffe in deinen Hautpflegeprodukten stecken? Viele von uns sind so darauf konzentriert, eine strahlende, gesunde Haut zu bekommen, dass wir nicht immer auf den möglichen Schaden achten, der in unseren Lieblingscremes und -lotionen stecken kann. Eines der größten Risiken von Hautpflegeprodukten sind hormonell wirksame Stoffe, sogenannte Hormonstörer, die ernsthafte gesundheitliche Folgen haben können. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was Hormonstörer sind, warum sie in der Hautpflege ein Problem sind und wie du sie vermeidest.

Was sind Hormonstörer?

Hormonstörer sind Stoffe, die in das endokrine System eingreifen, das die Hormone im Körper reguliert. Sie können die Wirkung von Hormonen nachahmen oder die natürliche Hormonproduktion des Körpers blockieren. Das führt zu einem Ungleichgewicht, das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. Zu den häufigsten Hormonstörern in Hautpflegeprodukten gehören:

  • Parabene: Diese synthetischen Konservierungsmittel werden in Hautpflegeprodukten oft verwendet, um das Wachstum von Bakterien und Schimmel zu verhindern. Sie werden mit Brustkrebs und Fortpflanzungsproblemen in Verbindung gebracht, weil sie im Körper Östrogen nachahmen können.
  • Phthalate: Diese Chemikalien werden oft verwendet, damit Duftstoffe auf der Haut haften und andere Inhaltsstoffe besser aufgenommen werden. Sie werden mit Fortpflanzungsproblemen in Verbindung gebracht, darunter verminderte Fruchtbarkeit und Entwicklungsstörungen bei Kindern.
  • Triclosan: Dieser antibakterielle Wirkstoff steckt häufig in Seifen und Reinigungsprodukten. Er wird jedoch mit hormonellen Ungleichgewichten und Antibiotikaresistenz in Verbindung gebracht.
  • Benzophenone: Diese Chemikalien stecken häufig in Sonnenschutzmitteln und ahmen nachweislich Östrogen im Körper nach.
  • Ethoxylierte Inhaltsstoffe: Diese Inhaltsstoffe, darunter Polysorbate und Laurethsulfate, werden in Hautpflegeprodukten oft als Emulgatoren und Tenside eingesetzt. Sie können mit 1,4-Dioxan verunreinigt sein, einem bekannten krebserregenden Stoff, der die Hormonfunktion stören kann.
  • Formaldehydabspaltende Konservierungsmittel: Diese Konservierungsmittel, darunter Quaternium-15 und Diazolidinylharnstoff, können Formaldehyd an den Körper abgeben, das mit Krebs und Fortpflanzungsproblemen in Verbindung gebracht wird.
  • Wenn du diese Inhaltsstoffe meidest, hilfst du, deine Gesundheit zu schützen, und hältst deine Belastung durch Hormonstörer in Hautpflegeprodukten so gering wie möglich.

Warum sind Hormonstörer in der Hautpflege ein Problem?

Hautpflegeprodukte sind besonders, weil du sie direkt auf die Haut aufträgst, das größte Organ des Körpers. Das bedeutet, dass Stoffe aus diesen Produkten direkt in den Blutkreislauf gelangen können, vorbei an der Leber und anderen Organen, die Giftstoffe filtern. Gelangen Hormonstörer in den Körper, können sie die Wirkung natürlicher Hormone nachahmen oder blockieren. Das führt zu einem Ungleichgewicht, das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben kann. So wird der Kontakt mit Hormonstörern zum Beispiel mit Fortpflanzungsproblemen in Verbindung gebracht, darunter verminderte Fruchtbarkeit, Geburtsfehler und Entwicklungsstörungen bei Kindern.

So vermeidest du Hormonstörer in der Hautpflege

Die gute Nachricht: Du kannst selbst etwas tun, um Hormonstörer in deiner Hautpflege zu vermeiden. Hier ein paar Tipps:

  • Lies Etiketten genau: Achte auf Produkte mit der Kennzeichnung „parabenfrei“, „phthalatfrei“ und „triclosanfrei“. Meide Produkte mit Inhaltsstoffen wie Oxybenzon, Homosalat, Octinoxat und Avobenzon. Sie stecken häufig in Sonnenschutzmitteln und werden mit hormonellen Ungleichgewichten in Verbindung gebracht.
  • Informiere dich: Wenn du nicht sicher bist, ob ein Inhaltsstoff ein Hormonstörer ist, informiere dich vor dem Kauf. Nutze seriöse Quellen wie die Skin-Deep-Datenbank der Environmental Working Group oder prüfe die INCI-Liste deiner Produkte mit Hilfe von INCIdecoder.
  • Wähle natürliche Produkte: Greif zu Hautpflegeprodukten mit natürlichen Inhaltsstoffen wie Pflanzenextrakten und ätherischen Ölen. Diese Produkte enthalten seltener synthetische Inhaltsstoffe, die die Hormonfunktion stören können.

Kurz gesagt: Hormonstörer sind in Hautpflegeprodukten ein ernstes Problem. Wenn du diese schädlichen Inhaltsstoffe meidest, hilfst du, deine Gesundheit und die deiner Liebsten zu schützen. Im Zweifel wähle natürliche, ungiftige Produkte ohne synthetische Chemikalien und Duftstoffe. Deine Haut (und deine Hormone) werden es dir danken!

Barbara Baars
Barbara Baars
Hautcoach & Inhaltsstoff-Expertin bei Abloom · 30+ Jahre Erfahrung
Barbara ist ausgebildete Hautspezialistin und auf Hautprobleme wie Rosazea, Akne und Ekzeme spezialisiert. Sie glaubt an die heilende Kraft der Natur und berät täglich zu Haut, Inhaltsstoffen und dazu, wie die Haut gesund und strahlend bleibt. Mehr über Barbara Baars

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